Die deutsch-ungarische Mezzosopranistin Corinna Scheurle, in Vorarlberg aufgewachsen, wurde soeben für ihre bisherige Laufbahn, ihre herausragende Gesangstechnik und ihre von einer natürlich vermittelnden Persönlichkeit geprägten Musikalität mit dem Vorarlberger Kulturpreis 2025 ausgezeichnet. Sie gibt in der Spielzeit 2025/26 ihr Hausdebüt an der Oper Frankfurt als Krystina in Mieczysław Weinbergs Die Passagierin. Weitere Höhepunkte der Saison sind ihr Debut als Ramiro in La finta gardiniera am Staatstheater Nürnberg in einer Neuproduktion von Brigitte Fassbaender. Es folgen Liederabend-Debüts im Pierre Boulez-Saal Berlin und im Béla-Bartók-Gedenkhaus Budapest, ihr Debut bei den Händel Festspielen in Halle als Antiope in Talestri sowie eine Wiederaufnahme des Rosenkavaliers am Staatstheater Nürnberg in der Rolle des Octavian. Zudem war Corinna Scheurle diese Saison als Angelina in Rossinis La Cenerentola am Musiktheater Vorarlberg und als Solistin des Weihnachtsoratoriums in der Münchner Isarphilharmonie zu hören. Sie sang Ravels Shéhérazade mit der Barenboim-Said Akademie in Sevilla und Malaga, sowie die Solopartien in den c-moll-Requien von Michael Haydn und Antonio Salieri im Müpa Budapest.
Zu den jüngsten Schritten ihrer Karriere zählen ihr Debut als Stéphano in Gounods Roméo et Juliette an der Staatsoper Berlin, Konzerte mit Berios Folk Songs am Teatro Filarmonico Verona sowie ihre Mitwirkung in Neuproduktionen am Staatstheater Nürnberg als Olga in Eugen Onegin, als Ruggiero in Alcina und als Jenny in Die Dreigroschenoper – neben Wagners Wesendonck-Liedern mit der Staatsphilharmonie Nürnberg, Mahlers Lied von der Erde mit dem Ensemble Kontraste sowie Des Knaben Wunderhorn mit dem Orchestra Filarmonica Campagna. Zuvor war sie als Bianca in Zemlinskys Eine florentinische Tragödie an der Staatsoper Prag, mit Beethovens 9. Symphonie bei der Kammerakademie Potsdam sowie als Zweite Dame in Mozarts Zauberflöte beim Glyndebourne Festival zu hören.
Seit der Spielzeit 2021/22 ist Corinna Scheurle Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg, wo sie führende Rollen wie Octavian in Der Rosenkavalier, die Titelrolle in Carmen, Antiope in Talestri, Hänsel in Hänsel und Gretel, Cherubino in Le nozze di Figaro, Meg Page in Falstaff, Angelina in La Cenerentola, Donna Elvira in Don Giovanni und Prinz Orlofsky in Die Fledermaus präsentierte. Gastengagements führten sie an die Staatsoper Berlin, an das Festspielhaus Baden-Baden, zum Glyndebourne Festival, zur Bibliotheca Alexandrina in Ägypten, an das Landestheater Salzburg, an das Theater Aachen, nach Budapest und Aix-en-Provence, zu den Tiroler Festspielen Erl, zur Kammerakademie Potsdam und zu den Bregenzer Festspielen.
Sie arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Thomas Guggeis, Joana Mallwitz, Alessandro de Marchi, Yannick Nézet-Séguin, Kirill Petrenko, Alexander Prior, Bertrand de Billy, Ivan Repušić, Ulf Schirmer sowie mit Regisseuren wie Andrea Breth, Jens-Daniel Herzog, Frank Hilbrich, Vera Nemirova, Balàzs Kovalik, Hans Neuenfels, Isabel Ostermann und Bartlett Sher.
Konzerte führten Corinna Scheurle zur Staatskapelle Berlin, zum Bayerischen Staatsorchester, zum Orchester der Komischen Oper Berlin, zum Symphonieorchester Vorarlberg, zur Kammerakademie Potsdam, zur Ljubljana Philharmonie, zum Chamber Orchestra of Europe, zum Symphonieorchester Vorarlberg, zum Münchner Rundfunkorchester und zur Barenboim-Said Akademie. Liederabende gab sie im Konzerthaus Berlin, bei der Hugo Wolf Akademie Stuttgart, an der Opéra de Lille, im Vorarlberg Museum Bregenz, im Pianosalon Christophori Berlin, im Mendelssohn-Haus Leipzig und im Literaturhaus Darmstadt. Sie musiziert eng mit den Pianistinnen Akemi Murakami und Klara Hornig zusammen. Ihre Debüt-CD „Schwarze Erde“, aufgenommen im Bayerischen Rundfunk mit ungarischem und deutschem Liedrepertoire, wurde von Musikzeitschriften wie dem Fono Forum, der Opernwelt und dem Opernglas hoch gelobt. Corinna Scheurle studierte zunächst an der Universität der Künste Berlin und absolvierte ihren Master schließlich an der Theaterakademie August Everding in München bei Prof. KS Christiane Iven. 2017-2019 war sie Mitglied der Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und anschließend Teil des Ensembles der Bayerischen Staatsoper München. Corinna Scheurle ist Preisträgerin des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst der Hugo Wolf-Akademie Stuttgart 2024, erste Preisträgerin des Gasteig Musikpreises 2017, erhielt den Preis des Verbands deutscher Gesangspädagogen im Rahmen des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin 2018 und war Semifinalistin des Internationalen Wettbewerbs Neue Stimmen 2015. Zudem war sie Stipendiatin des Wagner-Verbands Vorarlberg sowie der Hans- und-Eugenia-Jütting-Stiftung Stendal.